Die Stoffe der einfachen Bevölkerung (z.B. Bauern, einfache Mägde usw.) waren
ungemustert und dunkel. Je nach Beruf kleideten sich die Bürger der Städte mit
dem üblichen Justeaucorp, der Weste, Kniehose und den Strümpfen. Die Frauen
besaßen in Frankreich ebenfalls ein Panier, durften dieses jedoch weniger oft
tragen als höhere Stände. In Deutschland und anderen Ländern war das Panier für
die einfachen Bürger verboten. Das Haar der Frauen blieb unter einer Haube
verborgen. Nur Prostituierte schminkten sich auf eine „natürliche“ Weise
(nicht grell wie die vornehme Bevölkerung). Die Kleiderordnung, allgemein in
Europa üblich, verbot z.B. Bürgern in Preußen und Bayern, Kleidung mit Gold- und
Silberstoffen und Besätzen zu tragen. Trotz aller Verbote und Strafen wurde die
französische Mode in allen Ländern und Städten nachgeahmt.