.: Mode à la Francaise :.
Besonderheiten | Rock | Weste | Schlafrock | Hemd | Jabot Mantel | Beinkleid | Schuhe | Frisur | Schminke
.: Mode à l' Anglaise :.
Besonderheiten | Rock und Weste | Hose | Schuhe | Frisur | Schminke
.: Quellen :.




.: Mode à la Francaise - Der französische Stil :.


.::: Besonderheiten :::.

Entsprechend der Frauenkleidung waren Seide, Damast und Brokat bevorzugt, aufwendige Stickereinen waren wie Spitzen im Übermaß beliebt. Ende des 18. Jahrhunderts nahm jedoch das Dekorative und die Farbenpracht ab- die englische Mode setzte sich durch.

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.::: Der Rock (franz.:Justeaucorp) :::.

Der seit dem Sonnenkönig bekannte „Justeaucorp“ war eine knielange, enge Herrenjacke. Im 18. Jahrhundert wurde er aus weicher Seide gefertigt, mit Spitzenbesatz und Stickereien. Die Schöße, versteift mit Wachstuch oder Papier, standen weit von den Hüften ab. Meistens wurde der Rock offen getragen, so dass man die darunter liegende Weste sehen konnte. Die Ärmel reichten bis zum Ellen- bogen und endeten in einer weiten Manschette, aus der die Spitzenmanschette des Hemdes hervorbauschte. Da dieser Rock zum Reiten unpraktisch war, begann man die Schöße vorne zu bescheiden. Nach und nach wurde er immer weiter zurück geschnitten, bis der Rock nur noch über der Brust zu schließen war.

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.::: Die Weste :::.

Diese war kürzer als die Herrenjacke, ärmellos und reichte anfangs bis zur Hälfte des Oberschenkels. Wie der Rock wurde auch die Weste mit den Jahren immer kürzer und enger getragen, bis sie schließlich Ende des 18. Jahrhunderts nur noch knapp unter die Taille reichte. Mode war es, dieses Kleidungsstück dutzendweise oder hundertweise, je nach Reichtum, zu besitzen. Auf den Stoffen wurden dann die verschiedensten Szenen abgebildet.

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.::: Der Schlafrock :::.

Zuhause tauschte der Herr Jacke und Weste gegen einen bequemen, lose herab fallenden Seidenschlafrock aus. In ihm schlief man nicht – er diente als Hausanzug im Kreise der Familie oder zum Empfang von Besuch.

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.::: Das Hemd :::.

Davon war außer dem Jabot und den kostbaren Spitzenbesätzen am Handgelenk (die aus dem Ärmel des Rocks herausragten) nichts zu sehen.

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.::: Das Jabot :::.

Diese Brustkrause aus Spitzen verdeckte den vorderen Verschluss der Herrenjacke. Er war ein Teil des Hemdes und diente als Schmuck.

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.::: Der Mantel :::.

Er wurde in diesem Jahrhundert nur auf Reisen und zu Gängen in die Stadt getragen. Am Hofe war ein Mantel verpönt. Als Inkognitokleidung durch Verdecken des Gesichtes mit einem Mantelteil, wurde er in Venedig verwendet.

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.::: Die Beinkleider und Strümpfe :::.

Eine enge Kniehose (franz.: coulotte) wurde bis 1750 durch Knöpfe eines Schlitzes geschlossen, danach durch einen breiten, kurzen Hosenlatz. Den Schlitz verdeckte eine Uhrenkette, dessen Anhänger beim Gehen klirrten. Nach 1780 lag die Hose so eng am Körper, dass die Schenkel modelliert wurden. In extrem engen Hosen konnte man nur stehen. Ihre Träger benutzen daher auch zwei Ausführungen, einen zum Stehen und eine zum Sitzen. Die Hose wurde über den Wadenstrümpfen mit einer Schnalle geschlossen. Diese Strümpfe waren aus Seide, sehr farbenprächtig und reich verziert.

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.::: Die Fussbekleidung :::.

Die Herrenschuhe fertigte man aus Seide mit Stickereien und hohen Absätzen. Auffallend war die große Schnalle, oft aus Silber geschmiedet und mit Edelsteinen verziert.

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.::: Die Frisur und Kopfbedeckung :::.

Die Frisur bestand aus einer weißgepuderten Perücke mit offenen Locken, die später durch eine Zopfperücke abgelöst wurde. Hier kam das Nackenhaar in einen Haarbeutel, gebunden mit einem Seidenband (Solitaire) und mit einer Seidenschleife (Crapad) verziert. Auch unter den Männern war es teilweise Mode, ihrer Frisur ein Polster als Erhöhung unterzulegen. Da die weißgepuderten Haare keine Kopfbedeckung erlaubten, trug man den Hut, Dreispitz genannt, unter dem Arm.
Perücke

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.::: Die Schminke :::.

Auch die Männer schminkten sich ihre bartlosen Gesichter, ähnlich den Frauen mit weißer Schminke und Wangenrot (Bärte waren verpönt).

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.: Mode à l'Anglaise - Der englische Stil :.


.::: Besonderheiten der Stoffe :::.

Das Material war einfach, meistens wurden Tuchstoffe oder Wolle mit gedämpfter Farbigkeit verwendet, eher dunkel und ohne Verzierung.

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.::: Rock und Weste :::.

Diese waren aus dunklem Tuch gefertigt, wobei man die Weste sehr kurz geschnitten trug. Der Rock kann als Vorläufer des heutigen Fracks bezeichnet werden.

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.::: Hose :::.

Die Pentalons, lange Hosen mit dunkler Farbe, lösten die Kniehose ab. Damit verschwanden auch die seidenen Strümpfe.

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.::: Die Schuhe :::.

Das Schuhwerk bestand größtenteils aus braunen, ledernen Reitstiefel.

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.::: Die Frisur und Kopfbedeckung :::.

Die Perücke verschwand, wobei das eigene Haar meist offen und grau gepudert getragen wurde. Als auch das Pudern verschwand und die Männer sich natürlicher gaben, trug man einen großen runden Filzhut, der Vorläufer des Zylinders war.

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.::: Die Schminke :::.

Die männlichen Gesichter waren ungeschminkt.

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.: Quellen :.


- KEPPLER, EDUARD: Die Mode des 18. Jahrhunderts. München: 
  Roger und Bernhard, 1971, S.65
- LOWACK, CHARLOTTE: Modekunde. Hamburg: Verlag Handwerk und Technik,
  1970, S. 26
- LOWACK, CHARLOTTE: Modekunde. S. 26
- JEDDIN-GESTERLING, BRUTSCHER, GEORG (HRSG.): Die Frisur. München: 
  Callwey Verlag, 1988. S. 126
- JEDDIN-GESTERLING, BRUTSCHER, GEORG (HRSG.): Die Frisur. S. 139


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